Paris sehen oder Paris erleben?

Paris kennt man.

Den Eiffelturm. Den Louvre. Notre-Dame. Montmartre. Die Champs-Élysées.

Man kennt diese Bilder aus Filmen, aus Büchern, aus Reiseführern und aus unzähligen Fotografien. Und natürlich gehören sie zu Paris. Aber eine Stadt zu kennen, heißt noch lange nicht, sie wirklich erlebt zu haben.

Denn Paris beginnt oft dort, wo der Reiseführer aufhört.

Paris ist mehr als seine Sehenswürdigkeiten

Natürlich möchte jeder den Eiffelturm sehen. Und natürlich sollte man einmal vor der Glaspyramide des Louvre gestanden haben.

Aber was bleibt von einer Reise?

Vielleicht ist es nicht das Foto vor dem Eiffelturm. Vielleicht ist es der kleine Platz, den man zufällig entdeckt hat. Ein Café, in dem man länger sitzen geblieben ist als geplant. Eine Seitenstraße in Montmartre, in der plötzlich kaum noch jemand unterwegs war. Der Blick auf die Seine am Abend. Oder eine Geschichte, die man über einen Ort gehört hat und die ihn plötzlich mit ganz anderen Augen sehen lässt.

Genau diese Momente machen Paris lebendig.

Eine Stadtführung muss deshalb für mich mehr sein als eine Aneinanderreihung von Jahreszahlen und Sehenswürdigkeiten. Sie soll Zusammenhänge herstellen, neugierig machen und Raum für Entdeckungen lassen.

Keine 08/15-Tour

„Alle wollen den Eiffelturm sehen, klar, aber keiner will eine 0815-Tour“, sagte ich einmal in einem Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung.

Das beschreibt ziemlich genau, was mir bei meinen Führungen wichtig ist.

Paris kennt heute fast jeder ein bisschen. Die Stadt ist uns durch Filme, Serien, Kunst und Literatur vertraut. Aber gerade deshalb lohnt sich ein anderer Blick.

Was liegt hinter der bekannten Fassade?

Warum ist ein bestimmtes Viertel so geworden, wie es heute ist? Wer hat hier gelebt? Welche Geschichten haben sich in diesen Straßen abgespielt? Und warum sitzen die Pariser eigentlich genau hier in ihrem Café?

Solche Fragen führen uns mitten hinein in das echte Paris.

Eine Stadt, viele Gesichter

Paris kann an einem einzigen Tag ganz unterschiedlich aussehen.

Im Marais begegnen sich mittelalterliche Gassen, prachtvolle Stadtpaläste, jüdische Geschichte, Kunst, Mode und das lebendige Paris von heute.

Am Rive Gauche treffen Universität, Literatur, Wissenschaft und Café-Kultur aufeinander.

Montmartre erzählt von Künstlern, Weinbergen, Mühlen und dem Paris der Avantgarde – und gleichzeitig von einem ganz normalen Pariser Viertel, in dem Menschen einkaufen, arbeiten und leben.

Und manchmal entdecken wir Orte, die selbst Paris-Kenner noch nicht kennen.

Das ist es, was ich an dieser Stadt so liebe: Sie ist nie ganz fertig entdeckt.

Paris muss man erleben

Ich lebe seit vielen Jahren in Paris. Ich bin hier zur Schule gegangen, habe hier studiert und kenne die Stadt nicht nur aus der Perspektive einer Stadtführerin, sondern als meinen Lebensmittelpunkt.

Als Deutsch-Französin kenne ich außerdem beide Seiten: die Fragen und Erwartungen deutscher Besucher ebenso wie die französische Lebensart.

Bei meinen Führungen möchte ich deshalb nicht einfach möglichst viel Wissen vermitteln.

Ich möchte Ihnen Paris näherbringen.

Persönlich, auf Deutsch, zu Fuß oder mit dem Fahrrad und immer mit einem Blick dafür, was diesen Ort gerade besonders macht.

Denn vielleicht ist genau das der Unterschied:

Paris kann man sehen.
Paris kann man fotografieren.
Aber Paris muss man erleben.

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Sie kennen Paris schon? Dann wird es erst richtig interessant.